Lärmindex
Lärmindex
Der Lärmindex ist ein wichtiger Indikator in der schweizerischen Immobilienbewertung und Raumplanung. Er beschreibt die Lärmbelastung einer Liegenschaft, insbesondere durch Verkehr, Industrie oder Flugverkehr. Die Lärmkartierung erfolgt nach den Vorgaben der Lärmschutzverordnung (LSV) des Bundes.
Messgrössen und dB-Werte
Die Lärmintensität wird in Dezibel (dB) gemessen. Typische Werte sind:
- 30-40 dB: Leise Umgebung (Wohnzone)
- 40-55 dB: Mässige Lärmbelastung
- 55-65 dB: Erhöhte Lärmbelastung
- über 65 dB: Hohe Lärmbelastung (Lärmschutz erforderlich)
Die Messung erfolgt nach Lden (day-evening-night) für die Gesamtlärmbelastung und Ln für die Nachtlärmbelastung.
Empfindlichkeitsstufen nach LSV
Die Lärmschutzverordnung unterteilt die Nutzungsarten in Empfindlichkeitsstufen. Wohnzonen haben höhere Anforderungen als Industriezonen. Überschreitungen der Grenzwerte erfordern Lärmschutzmassnahmen durch Eigentümer oder öffentliche Träger.
Auswirkungen auf Immobilienbewertung
Der Lärmindex hat direkte Auswirkungen auf den Immobilienwert. Liegenschaften mit hoher Lärmbelastung erzielen niedrigere Verkehrswerte. Die Lärmbelastung ist ein wichtiger Faktor in professionellen Bewertungen und wird durch Abschläge berücksichtigt.
Zonenplan und Lärmzonen
Im Zonenplan sind oft spezifische Lärmzonen ausgewiesen. Käufer können beim Gemeinderat oder in der kantonalen Lärmkarte die Lärmbelastung ihrer zukünftigen Liegenschaft einsehen.
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